Nach der erfolgreichen Erstausgabe in diesem Sommer: Morgen erscheint das Magazin Der Stuttgarter Westen für die Westentasche in der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Die Winterausgabe hält Themenschwerpunkte wie „Shopping-und Kulturangebote zu Weihnachten“, „Stadtteilhopping: Das sind die Hotspots“ oder „Keine Langeweile für Kinder und Jugendliche im Stadtteil“ bereit.

Der Stuttgarter Westen ist ein Stadtteil wie kein anderer. Der Westen der Landeshauptstadt ist eines der dicht besiedelten Wohngebiete Deutschlands.

Zahlreiche Fachgeschäfte, angesagte Gastronomie und ein reichhaltiges kulturelles Angebot tragen zur speziellen Identität des Westens bei. In unserem neuen Magazin beleuchten wir den bunten und liebenswerten Stadtteil aus unterschiedlichen Perspektiven heraus.

Der Stuttgarter Westen für die Westentasche

Her mit noch mehr Aufenthaltsqualität

Die Stadtverwaltung, der Bezirksbeirat West, aber auch das Engagement vieler Bürger tragen dazu bei, das Stadtgebiet noch lebenswerter zu machen – hier einige mal größere, mal kleinere Projekte.

Ein Nachbarschaftsprojekt macht den Westen grüner: An der Ecke Reinsburg-/Rotebühlstraße ist der Bereich, der bisher nur aus vor sich hin wachsenden Büschen bestand, umgestaltet worden. Eine neue Grünfl äche mit Bäumen und Bänken wurde hier geschaffen aufgrund des Engagements mehrerer Nachbarn, die sich an den Bezirksbeirat West gewendet hatten – der begrüßte das Projekt einstimmig und die Stadtverwaltung gab ebenfalls grünes Licht.

Ein Nachbarschaftstreffpunkt war der Platz schon davor, ganz offi ziell ist er seit Oktober diesen Jahres ein neuer Aufenthaltsort. Der Bismarckplatz im Wandel: Bisher wird der Platz nicht wirklich als Platz wahrgenommen. Die Schwabstraße teilt das Gelände quasi in zwei. Das soll sich in Zukunft ändern, da die Straße verengt werden soll.

Unter anderem ist eine Freitreppe á la Marienplatz oder Feuersee eingeplant, wodurch auch hier endlich ausgiebig flaniert werden kann – ein Wunsch, der von Westbewohnern stammt.

Wunsch nach Spielflächen, Urban Gardening und Gastronomie

Auf der Wunschliste steht aber auch mehr Grün, Spielflächen, Urban Gardening und Gastronomie. Gestalten darf das Ganze das Internationale Stadtbauatelier (ISA) aus Stuttgart. Die Bagger sollen laut Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung voraussichtlich im Frühjahr 2022 anrollen.

„Die Versuchsphase, die im Herbst starten sollte, verzögert sich und wird daher voraussichtlich ab März 2020 eingeleitet. Sie wird sich mit der verkehrsbehördlichen Anordnung befassen. Das heißt, es wird geschaut, wie die Umgestaltung künftig den Verkehrsfluss beeinflussen könnte“, erklärt Thomas Schuster vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung.

Unter anderem wird geprüft, ob die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs (Zone 30) über den gesamten Bismarckplatz erfolgen kann oder, ob eine Reduzierung der Fahrspuren von vier auf zwei möglich ist, um den Fußgängern künftig mehr Raum zu geben. „Ob das alles so klappt, bevor rund fünf Millionen in das Gesamtprojekt investiert werden, wird daher vorher bereits getestet, um im Anschluss ein Resumée zu ziehen“, sagt Schuster und fügt an: „Danach werden die baulichen Provisorien entweder bis zum Baubeginn beibehalten oder es wird gegebenenfalls noch eine geänderte Versuchsphase eingeleitet.“

Der Stuttgarter Westen für die Westentasche informiert über das neue Olga-Areal

Die Neugestaltung der Elisabethenanlage verzögert sich ebenfalls, laut Schuster: „Voraussichtlich im Herbst 2020 können wir starten.“ Der Grund: Es herrscht derzeit noch Uneinigkeit darüber, welches städtische Amt für das geplante Fontänenfeld zuständig ist. Und auch was die Fläche, auf welcher sich der Bolzplatz befindet, betrifft, gibt es noch Klärungsbedarf in Sachen Baugenehmigung. Worauf sich Anwohner und Westbewohner hier jedoch freuen dürfen, wenn dann mal alles fertig ist: Der Kinderspielbereich und der Bolzplatz sollen erneuert werden, eine ruhige und übersichtliche begrünte Fläche ist eingeplant, aber auch die Bewegung der Westbewohner soll gefördert werden durch ein sogenanntes „Aktivband“ in der Bismarckstraße mit Angeboten für alle Altersklassen.

Eine Grünfläche samt Spielplatz an der Hasenbergstraße soll am neuen Olga-Areal entstehen, das bereits eingeweiht wurde. Darum kümmerte sich die offene Bürgerbeteiligung. „Es soll eine Hügellandschaft entstehen, die zum Klettern, Verstecken und freiem Spielen anregt“, heißt es auf der Homepage der Projektgruppe Olgäle2012 e.V. http://www.olgaele2012.de. Es tut sich auch was am Feuersee: Das Südufer hat bereits eine Aufhübsch-Kur erhalten durch die Freitreppe. Das Ost- und Westufer sollen ebenfalls aufgewertet werden. Weitere Projekte: Der Bau der Jugendverkehrsschule läuft derzeit im Bereich Zamenhofstraße und der Straße Unter dem Birkenkopf.

Ab September 2020 sollen hier Kinder die Verkehrsregeln „erfahren“. Der theoretische Unterricht findet in einem Holzkonstruktionsbau statt. Die Stadt investiert für den Neubau rund 4,6 Millionen Euro. Die Umgestaltung des Diakonissenplatzes steht ebenfalls bevor, hier soll ein Park entstehen.

Von Tatjana Eberhardt

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