Mit unserem Gesundheitsjournal Fokus Medizin bilden wir alle wichtigen Gesundheitsbereiche von A wie Allgemeinmedizin bis Z wie Zahnheilkunde ab. Heute erscheint die Winterausgabe in der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Lesen Sie heute: Mehr Lebensqualität für Neurodermitis-Patienten durch die richtigen Gewohnheiten. Von Leila Haidar

Fokus Medizin

Foto: Jeanette Dietl/stock.adobe.com

Lunge, Darm und Haut beherbergen das Immunsystem. Ist das Zusammenspiel dieser Organe gestört, brechen Krankheiten wie Neurodermitis aus. Ernährung, Ergänzungsmittel und Stressabbau können dabei helfen, die Hautkrankheit zu heilen. Unsere Fokus Medizin-Autorin hat sich über alternative Behandlungsmöglichkeiten von Neurodermitis informiert.

„Wer mit einer Neurodermitis in meine Praxis kommt, erhält zunächst einmal einen Ernährungsplan“, erzählt Heilpraktikerin Birgit Schroeder. Der Verzicht auf Milchprodukte ist den meisten Betroffenen bereits bekannt, bei der Inhaberin der Praxis am Sachsenring in Köln kommt das Verbot von Lektinen hinzu – das sind spezielle Eiweiße in Getreideprodukten.

Gleichzeitig stellt die Ernährungsspezialistin häufig einen Mangel an Mikronährstoffen fest. Nach einer Vollblut- Mineralanalyse diagnostiziert sie häufig, dass der Neurodermitiker zu wenig Vitamin D, Zink und Selen aufnimmt.

Ernährungsumstellung hilft Neurodermitis-Patienten

Der Mangel wiederum sei auf einen krankhaften Darm zurückzuführen. Wenn die Darmschleimhaut ihre Barriere-Funktion nicht mehr ausübt, gelangen Giftstoffe in die Blutbahn und können hier Krankheiten auslösen. Das nennt sich „Leaky Gut Syndrom“. „Ein Teufelskreis, dem man nur mit Nahrungsergänzungsmitteln entkommt“, so die Fachfrau für klinische Psycho-Neuro-Immunologie.

Nach der Ernährungsumstellung und der Einnahme von Supplementen könne bei vielen Betroffenen schon innerhalb von zwei bis drei Wochen eine deutliche Besserung der Beschwerden auftreten. Den Heilungsprozess unterstützen kann man außerdem mit Salzbädern und Atemübungen, die den pH-Wert der Haut ausgleichen sollen. So können Bakterien an der Hautoberfläche nicht mehr so leicht haften bleiben und Infektionen werden verringert.

Weitere Infos finden Sie hier https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/2018/neurodermitis-neue-therapie-stoppt-entzuendungsschuebe.html

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