Der neue Nissan Juke ist jetzt deutlich gefälliger als sein Vorgänger, der stark wegen seines Designs polarisierte. Von Annett Boblenz

Als Nissan vor zehn Jahren den Juke in Deutschland einführte, sorgte das Design des kompakten Crossover für viel Gesprächsstoff. Nicht wenige fanden den Juke einfach nur hässlich, andere dagegen waren sehr angetan von dem kantigen Aussehen. Nissan trotzte der Kritik und setzte zehn Jahre auf das Design. Mehr als 70 000 Käufer entschieden sich für das Modell.

Jetzt ist der Nachfolger am Start. Und er soll optisch einfach weniger polarisieren als der alte. Tatsächlich schaut der Juke gefälliger aus. Elf Lackierungen stehen zur Wahl, die mit drei kontrastierenden Dachfarben kombiniert werden können. Deutlich größer ist er geworden, was beispielsweise den Fahrgästen im Fond in Form von mehr Kopf- und Kniefreiheit zugutekommt. Und auch der Kofferraum fasst jetzt mit 422 Litern deutlich mehr (+20 Prozent) als vorher.

Fahrer und Beifahrer erfreuen sich an der hohen Sitzposition und am aufgewerteten Interieur. Die verwendeten Soft-Touch-Materialien machen deutlich mehr her. Serienmäßig gibt es Sportsitze. Viele Assistenzsysteme unterstützen beim Fahren. An Bord sind ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung sowie ein Spurhalte-, ein Querverkehrs- und ein Totwinkelassistent. Nur optional gibt es den Propilot, der das Fahrzeug automatisch in der Spur hält und den Abstand zum Vordermann einhält.

Vorerst kein rein elektrisch betriebener Nissan Juke

Auch für mehr Konnektivität haben die Entwickler gesorgt. Via Apple CarPlay oder Android Auto lässt sich beispielsweise das Smartphone koppeln und per acht Zoll großem Touchscreen nutzen. Umgekehrt lassen sich mit der Nissan-Connect-Service-App die Fahrzeugtüren aus der Ferne ver- und entriegeln oder auch der Reifendruck und Ölstand prüfen.

Unter der Motorhaube herrscht indes Tristesse. Nissan bietet nur einen Motor an, und zwar einen Turbobenziner mit drei Zylindern, der 117 PS/86 kW leistet. Der Hersteller gibt den Verbrauch mit 6,1 Litern nach WLTP an. Serienmäßig ist ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Alternativ kann ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit Lenkradschaltwippen geordert werden. Der Fahrer kann dabei zwischen den Fahrmodi Eco, Standard und Sport wählen.

Beide Varianten hinterlassen bei ersten Testfahrten einen guten Eindruck, wobei das Schaltgetriebe erwartungsgemäß sportlicher unterwegs ist. Los geht es mit Preisen ab 18 990 Euro. Damit ist das Einsteigermodell stolze 2500 Euro teurer als das Vorgängermodell. Einen Diesel-Antrieb wird es nicht geben, dafür ist eine Elektrifizierung des Antriebsstrangs in Planung. Was damit gemeint ist, bleibt unbeantwortet. Einen rein elektrisch betriebenen Juke wird es vorerst nicht geben.

Im Jahr der Markteinführung, 2010, war der Juke neben dem Mini Countryman das erste Crossover-Modell am Markt. Heute tummeln sich 24 Wettbewerber im B-SUV-Segment. Und noch scheinen die Konsumenten nicht genug zu bekommen: Nissan geht davon aus, dass das Segment bis 2023 um weitere 30 Prozent zulegen wird. Wer sich aktuell für einen Juke entscheidet, muss bis zu drei Monate Lieferzeit ein­planen. Gebaut wird auch der neue in Großbritannien.

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Nissan Juke

Foto: Nissan/Christian Colmenero