Ab sofort am Kiosk: Das Backmagazin Zucker & Mehl der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten. Bereits die vierte Ausgabe wird in diesem Jahr auf den Markt gebracht. Auf 68 Seiten gibt es Rezepte, Features und Tipps rund ums Backen in der Weihnachtszeit. Lesen Sie heute:  Hobbybäckerin Anna Göltenbodt über ihre große Leidenschaft, das Backen. Von Julia Alber

Zucker & Mehl

Foto: Julia Alber

Zur Entspannung greift Anna Göltenbodt gern zu Mehl, Eier, Butter, Zucker. Daraus entstehen leckere Süßigkeiten, je nach Jahreszeit, Lust und Laune – Cupcakes, Kuchen, Torten, Weihnachtsplätzchen. „Backen macht einfach Spaß“, sagt die Winnenderin. Unsere Zucker & Mehl-Autorin hat die 26-Jährige getroffen.

Im Freundes- und Bekanntenkreis sind die Künste der Hobbybäckerin bei Geburtstagen und Festen aller Art wie auch einfach zum netten Kaffeeplausch gefragt. Auch ihre Mitstudierenden an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl kommen hin und wieder schon in den Genuss. Es muss nämlich nicht immer einen besonderen Anlass geben, um die stets blitzsauber aufgeräumte Küche zur Backwerkstatt werden zu lassen. „Es kann durchaus sein, dass ich denke, heute ist ein guter Tag, und dann wird gebacken“, sagt Anna Göltenbodt.

Immer wieder schnell von der Hand geht ihr beispielsweise eine Biskuitrolle mit Schokolade und Kirschen. „Damit sich das Backpapier leicht vom Biskuit löst, dieses einfach ein wenig anfeuchten“, merkt sie an, das Aufrollen danach sei einfach, und das Ergebnis sei immer lecker.

Das Back-Gen ist vererbt

Wenn man die Backleidenschaft vererben kann, dann hat sie Anna Göltenbodt definitiv von ihrer Mutter. Mit ihr war sie schon als Kind in der Küche zugange, hat die Umsetzung so manchen neuen Rezepts verfolgt – und schnell mitgeholfen. Auch die junge Frau ist offen für Neues und immer auf der Suche nach Anregungen. Diese findet sie unter anderem im Internet. „Auf Instagram beispielsweise gibt es viele Dinge zu entdecken“, erzählt Anna Göltenbodt, der es aber auch Backbücher angetan haben.

Dem schönsten ihrer Exemplare kommt ein besonderer Platz in Küchennähe zu. Auf der Frankfurter Buchmesse – ein Muss für die gelernte Buchhändlerin – stattet sie den Kochbuchverlagen natürlich stets einen Besuch ab. „Ein Rezept muss schon sein“, verrät die Hobbybäckerin. Aufbauend auf dieser Grundlage traut sie sich allerdings an so manche Abwandlung oder Ergänzung. Erst letztens habe sie erstmals ein Bananenbrot gebacken, dabei mit Schokolade und Leinsamen dem Ganzen noch zu etwas mehr Pepp verholfen.

Trotz aller Erfahrung weiß die junge Frau aber auch um Rückschläge: Rezepte, die einfach nicht klappen oder die nicht das erwünschte Ergebnis liefern. Diese wandern dann natürlich nicht in ihre Sammlung. Die Minilebkuchenhäuschen dagegen schon, mit denen sie inzwischen gar bei Zeitungen punkten konnte, die auf der Suche nach Rezepten waren. Vom Teig her recht einfach, seien Fingerfertigkeit und Können schließlich beim Zusammenkleben und Verzieren der Teile angesagt, weiß die Hobbybäckerin.

Weihnachtsstimmung schon im September

Mit der Weihnachtsbäckerei startet die Studentin normalerweise Anfang November, damit über die Adventszeit, wenn die Plätzchen am besten schmecken, ihre Blechdosen genügend Vorrat enthalten. Im Dezember wird traditionell zusammen mit zwei Freundinnen gebacken. „Wir suchen uns drei Sorten aus, die wir backen wollen, und treffen uns dann an einem Wochenende. Das ist immer wieder schön“, sagt Anna Göltenbodt, bei der in diesem Jahr allerdings schon im September Weihnachtsstimmung in der Küche Einzug hielt. Für das Magazin „Zucker & Mehl“ hat sie eine Bratapfel-Biskuitrolle, Bienenstich-Eierlikör Plätzchen und Bananen-Vanille-Plätzchen gebacken.

Alle Sorten hat sie neu ausprobiert und dabei beachtet, dass es sich um keine Klassiker handelt. „Die Biskuitrolle finde ich toll, um zwischen den ganzen Plätzchen auch mal einen Kuchen zu backen“, erklärt die Hobbybäckerin. „Die Bienenstich-Eierlikör- Plätzchen habe ich gewählt, weil ich Bienenstich mag und die Idee, diesen in Plätzchenform zu backen, gut fand.“ Sonderlich kompliziert seien alle drei Rezepte nicht, findet sie, lediglich die Biskuitrolle etwas aufwendiger, da neben dem Biskuit auch Creme und Füllung zubereitet werden müssen.

Ihre Lieblingstorte, eine Schoko-Bananen-Torte, lässt sich die junge Frau übrigens noch immer gern von ihrer Mutter backen, und wer sie auf Kalorien anspricht, erntet ein herzliches Lachen. Ja, dass es sich um Kalorienbomben handle, sei ihr durchaus bewusst, aber beim Backen zähle sie eben keine Kalorien.

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