Leserinnen und Leser der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten waren im Pop-up House of Switzerland in der Calwer Straße auf kulinarischer Reise durch das Tessin. Von Corinna Pehar

Pop-up House of Switzerland

Ein tolles Erlebnis: Im Pop-up House of Switzerland kann man virtuell über die Dächer von Zürich fliegen. Foto: cop

Im „Birdly“ fliegt eine junge Dame virtuell über die Dächer von Zürich. „Das ist wirklich genial“, schwärmt sie als sie die VR-Brille wieder ablegt. Am Stehtisch nebenan wird Spumante und weißer Merlot probiert. Die Gläser klirren beim Anstoßen, anerkennende Zustimmung: „Ja, der schmeckt“, findet ein älterer Herr und lächelt. Insgesamt 60 Teilnehmer haben beim Event „Das Tessin tischt auf!“ im Pop-up House of Switzerland in der Calwer Straße einen köstlichen Abend verbracht.

„Die Veranstaltung war sofort ausverkauft“, sagt Event-Managerin Stefanie Sandik von der Stuttgarter Zeitung Werbevermarktung, die die kulinarische Reise gemeinsam mit Schweiz Tourmismus sowie Tessin Tourismus organisiert hat. „Wir wollen an diesem Abend dieses besondere Reiseland präsentieren sowie die lokalen Produkte und die Menschen, die dahinter stehen“, verdeutlicht Jutta Ulrich, die Medienverantwortliche von Tessin Tourismus. Vor allem wolle man zeigen, wie gut die Tessiner Küche ist, von der traditionellen bis hin zur Gourmet-Küche: „In Lugano haben wir drei neue Sterne hinzubekommen. Insgesamt gibt es im Tessin acht Sterneköche mit neun Sternen.“

Außerdem habe das Tessin eine große Weinkultur: „85 Prozent unserer Weine sind Merlot – durch unser feuchtes Klima wachsen die Trauben dafür sehr gut“, merkt Jutta Ulrich an. Eine besondere Spezialität, die an diesem Abend verköstigt wird, ist der weiße Merlot: „Es ist zwar ein Rotwein, der aber weiß gekeltert wird“, klärt die Tessinerin auf. Eine weitere kulinarische Spezialität aus dem Tessin sind Kastanien: „Früher waren sie das sogenannte ‚Brot der Armen’, heute ist es eine Delikatesse – zum Beispiel Wildgerichte mit Kastanien oder Gnocchi aus Kastanien“, schwärmt Jutta Ulrich.

Pop-up House of Switzerland: Tessiner Leckerbissen

Doch an diesem Abend werden andere Tessiner Leckerbissen gereicht: Das Entrée besteht aus Antipasti „tipico ticinese“, typischen Wurstsorten und Käse aus dem Tessin. „Es schmeckt ähnlich wie in Italien, aber alles hat einen bestimmten Tessiner Touch“, erklärt Sandro Joos von Schweiz Tourismus. Beim anschließenden Dinner wurde ein Tessiner Schmorbraten mit Double Time Polenta und Pfeffer aus dem Maggiatal gereicht. Dazu gab es einen Giornico Oro Merlot del Ticino Doc 2018. Die alkoholfreie Alternative: Gazzosa Ticinese. Ein typisches Getränk aus Quellwasser von „Pont da Picol“, das auf 1000 Metern Höhe im Val Nadro gewonnen wird.

Zum Dessert konnten die Gäste den Nusslikör Nocino Ratafioà oder den Grappa Vallombrosa Barrique, der mit der Goldmedaille Disti Suisse ausgezeichnet wurde, genießen. Das Dessert bestand aus Torta di pane. Einer Art Brotkuchen mit Sahne und Waldfrüchten. Zum Abschluss wehte der Duft von frischem Kaffee durch die Räume: Tutto delizioso!

Das nächste Event findet am Donnerstag, 30. September, 18 bis 20 Uhr, statt. Im Pop-up House of Switzerland findet an diesem Abend eine Podiumsdiskussion zum öffentlichen Verkehr Deutschland/Schweiz und zur internationalen Mobilität statt – natürlich wieder inklusive Schweizer Spezialitäten. Weitere Infos und Anmeldung über http://www.stzw.info/events

So Schweiz

Benvenuto! Das Pop-up House of Switzerland bietet für insgesamt vier Monate und noch bis Ende Oktober ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops, Paneldiskussionen, Ausstellungen, Lesungen und vielem mehr rund um die Themen Nachhaltigkeit und Innovation. Die Teilnahme ist jeweils vor Ort und teilweise auch via Livestream möglich. Das Ziel: Neue Perspektiven und grenzüberschreitende Kooperationen zu gemeinsamen Herausforderungen entwickeln.

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