Alle Jahre wieder steht Weihnachten ganz plötzlich vor der Tür. Mit einem kleinen Geschenkevorrat, handyfreier Zeit und der Kartoffelsalat-Strategie lassen sich die Feiertage jedoch ganz entspannt genießen. Die besten Last-minute-Tipps fürs Fest aus unserem lokal & lecker-Magazin von Brigitte Bonder

Last-minute-Tipps fürs Fest

Die Lichterkette vom letzten Jahr brennt nicht mehr, der Braten ist zu spät in den Ofen gekommen, und beim Kaffeetrinken versenden alle noch schnell Weihnachtsgrüße per Handy. So wird es an Heiligabend ganz bestimmt nicht gemütlich! Wie in jedem Jahr steht das Fest auch dieses Mal wieder ganz plötzlich vor der Tür, und in den letzten Tagen und Stunden vor dem Heiligen Abend sind auf einmal alle im Stress. Hier müssen noch schnell Last-minute-Geschenke besorgt werden, dort fehlen wichtige Zutaten für den Kuchen, und überhaupt ist man doch noch gar nicht in besinnlicher Stimmung. Wer jedoch unsere Last-minute-Tipps für Fest beherzigt, kann sich am Heiligen Abend entspannt zurücklehnen.

Schnelle Geschenkideen Eigentlich wollte man sich schon vor zwei Monaten Gedanken über Geschenke machen und muss sich auch in diesem Jahr kurz vor dem Fest wieder einmal sputen. Wenn es für Online-Bestellungen zu spät ist und die Läden so langsam schließen, ist Selbermachen eine gute Idee. Freunde und Familie freuen sich über persönliche Geschenke oftmals sowieso am meisten.

Besonders beliebt sind Erinnerungen an gemeinsame Momente – etwa im Urlaub oder bei Familienfeiern. Wer schöne Fotos auf dem Handy hat, kann diese einfach zu Hause auf Fotopapier ausdrucken und beispielsweise in einer hübschen Box verschenken. Auch im Fotogeschäft oder Drogeriemarkt kann man Fotos sofort mitnehmen und findet noch den passenden Rahmen dazu. Getreu dem Motto „Zeit statt Zeug“ kommt ein Gutschein für gemeinsame Erlebnisse immer gut an. Dabei muss das Geschenk gar keinen materiellen Wert haben. Warum nicht einmal der Mutter ein selbst gekochtes Mehrgänge-Menü schenken oder dem Partner eine Massage versprechen? Mit etwas buntem Papier und Geschenkband gibt der Gutschein gleich viel mehr her. Vielleicht findet sich auch noch eine hübsche Dose oder ein Einmachglas als nachhaltige Verpackung.

Weihnachtsbaum schon in der Adventszeit aufstellen

Praktisch ist auch ein kleiner Vorrat an „Notfall-Geschenken“. So sind Gastgeber immer gut vorbereitet, falls noch überraschender Besuch an der Tür klingelt. Gut geeignet sind zeitlose Präsente, die man bestenfalls selbst gut gebrauchen kann, wie eingekochte Marmelade, Meersalz-Peelings im Glas oder ein Glückslos.

Weihnachtsbaum frühzeitig aufstellen In vielen Familien wird die Tanne erst am Vormittag des 24. Dezembers geschmückt. Nicht selten stellt sich dann heraus, dass die Lichterkette vom letzten Jahr einen Wackelkontakt hat oder der Vorrat an Baumkerzen aufgebraucht ist. Kurzfristig lässt sich allerdings kaum Ersatz beschaffen.

Viel besser ist es daher, den Weihnachtsbaum schon in der Adventszeit im Wohnzimmer aufzustellen und sich einen ganzen Abend Zeit für das gemeinsame Schmücken zu nehmen. So kann fehlende Dekoration noch ganz bequem nachgekauft werden. Außerdem erfreut sich die ganze Familie über mehrere Tage oder gar Wochen am Weihnachtsbaum. Ganz wichtig: Die Tanne braucht in warmen Räumen viel Wasser, daher sollte man regelmäßig den Wasserstand im Christbaumständer überprüfen.

Last-minute-Tipps fürs Fest: Das Handy ein paar Stunden beiseite legen

Festtagsmenü planen Viele stehen an Weihnachten stundenlang in der Küche, um Familie und Freunde köstlich zu bewirten. Und dann sind Gans und Co. in wenigen Minuten verdrückt. Wer nicht wirklich viel Spaß am Kochen hat, kann an den Feiertagen auf Klassiker setzen. Immerhin ein Drittel der Deutschen fährt die Kartoffelsalat-und-Würstchen-Strategie. Beliebt sind auch gesellige Events wie gemeinsames Raclette-Grillen oder Fondue.

Hierfür lässt sich bereits am Vortag vieles vorbereiten. Sollen es doch der Braten, Hühnerfrikassee oder ganze Doraden aus dem Ofen sein, empfiehlt sich das Vorbestellen von Fleisch und Fisch. Alle weiteren Zutaten kommen auf die Einkaufsliste, die möglichst frühzeitig abgearbeitet wird.

Handyfreie Zeit einrichten Im Alltag spielen nicht nur die Kids beim geselligen Zusammensein mit dem Smartphone herum. Auch an Weihnachten beschäftigen sich viele lieber mit dem Handy, anstatt die gemeinsame Zeit zu genießen. Da werden Bilder vom Christbaum über die sozialen Netzwerke geteilt, Kommentare zum Weihnachtsmenü gepostet oder festliche Grüße an Freunde verschickt. Damit nervt man jedoch nicht nur die eigene Familie, sondern hält auch die Empfänger vom Feiern ab.

Besser ist es, den Kontakten im Adressbuch bereits am Vortag ein schönes Fest zu wünschen und am Heiligabend das Smartphone zumindest stundenweise beiseitezulegen. Ein Foto vom Baum ist natürlich erlaubt, doch dann ist handyfreie Zeit angesagt.

Sich vor dem Fest noch ein oder zwei Urlaubstage gönnen

Vorfreude genießen Wer sich richtig auf Weihnachten freut, dem kann auch der Stress nicht so viel anhaben. Also einfach in der Adventszeit das Zuhause mit festlicher Dekoration verschönern, Kerzen anzünden und die Lieblings-Weihnachtsmusik aufdrehen. Bei einem heißen Kakao lässt sich der Stress dann ganz einfach vergessen.

Übrigens ist es auch in der Vorweihnachtszeit absolut okay, einmal „Nein“ zu sagen. Man muss nicht die gesamte Deko selbst basteln, dosenweise Plätzchen backen und dann noch Wichtelgeschenke für die ganze Familie organisieren. Das Fest fällt schließlich nicht ins Wasser, nur weil die Kekse in diesem Jahr gekauft sind. Sinnvoll ist es auch, sich vor dem Fest noch ein oder zwei Urlaubstage zu gönnen. Dann bleibt ausreichend Zeit, um Geschenke einzupacken, das Menü vorzubereiten oder sich einfach mit einem Beauty-Tag in den eigenen vier Wänden zu verwöhnen.