Gutes Sehen sorgt für Lebensqualität und bewahrt die Selbstständigkeit bis ins hohe Alter. Damit das Sehorgan gesund bleibt, kann man unabhängig vom Alter eine Menge tun. Das sind die Ratschläge von Ärzten, um seinen Augen Gutes zu tun. Von Manfred Godek

Eine Auszeit vom Bildschirm nehmen
Normalerweise blinzeln Augen alle drei Sekunden und produzieren dabei Tränenflüssigkeit. Beim Starren auf den Bildschirm geschieht dies nur halb so oft. Rötungen, Brennen, ein Trockenheits- und Fremdkörpergefühl bis hin zu einer Hornhautentzündung können die Folgen sein. Außerdem erlahmen die Augenmuskeln. Deshalb: Mindestens jede halbe Stunde eine mehrminütige Pause einlegen, aus dem Fenster in die Ferne schauen und viel blinzeln!

Regelmäßig Sport treiben
Bewegung senkt für eine ge­wisse Zeit den Augeninnendruck und sorgt für eine bessere Durchblutung der Sehnerven. Es sinkt das Risiko, an einem grünen Star oder einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zu erkranken. Außerdem wirkt körperliche Aktivität dem Diabetes mellitus Typ 2 entgegen, der die Gefäße der Augennetzhaut schädigt.

Vitaminreich ernähren
Vitamine können die Sehkraft zwar nicht verbessern, sie beugen aber Entzündungen vor und sorgen für eine gesunde Zellerneuerung. Besonders wichtig ist das Vitamin A, das die Bildung von Augenfarbstoff anregt. Vor allem Leber und Seefisch enthalten viel davon. Aber auch Eier und Milchprodukte sind eine gute Vitamin-A-Quelle. Dem Farbstoff Lutein, der vor allem in grünem Gemüse enthalten ist, wird die Eigenschaft zugeschrieben, dass er die Netzhaut vitalisiert.

Den Augen Gutes tun: Frische und feuchte Luft

Das Handy in Quarantäne schicken
Dieser Ratschlag betrifft speziell Kinder, deren Augäpfel noch wachsen. Ein häufiger und anhaltender Blick auf Gegenstände in der Nähe gibt Wachstumsanreize. Der Augapfel kann zu lang werden, was zu einer Kurzsichtigkeit führt.

Für das richtige „Augenklima“ sorgen
Frische und feuchte Luft hat Erholungswert. Dagegen setzt in den Wintermonaten die trockene Heizungsluft den Augen zu. Arbeitspausen im Freien und regelmäßiges Lüften helfen. Wenn das nicht möglich ist, bieten sich Luftbefeuchter an. Deren Wasserbehälter müssen möglichst täglich gereinigt werden, denn in ihnen können sich Bakterien bilden.

Grundsätzlich gilt: Bei Sehpro­blemen sollte der Augenarzt aufgesucht werden. Eine frühzeitige Behandlung kann dauerhafte Schädigungen vermeiden. Kinder sollten bis zum dritten Lebensjahr mindestens einmal augenärztlich untersucht worden sein.

Augen Gutes tun

Foto: Colourbox