Die Ausbildungsmesse Hands Up Stuttgart des regionalen Handwerks findet zum siebten Mal statt. Aufgrund der Corona-Pandemie jedoch online. Über 60 Betriebe, Innungen und gewerbliche Schulen präsentieren sich bis zum 18. April. Von Michael Schoberth

Hands Up Stuttgart

Start der digitalen Ausbildungsmesse Hands Up Stuttgart durch Oberbürgermeister Frank Nopper und den Kreishandwerksmeister Alexander Kotz. Foto: Dogma 360° Communications

Der Sommer kommt schneller, als man denkt. Und damit für viele Schülerinnen und Schüler in Stuttgart auch das Ende der Schulzeit und die Frage: Was kommt nun? Welche Ausbildung passt zu mir? Bei dieser für den weiteren Berufsweg wichtigen Entscheidung hilft die Ausbildungsmesse Hands Up Stuttgart der Kreishandwerkerschaft Stuttgart. Auf der Messe zeigen zahlreiche Betriebe aus der Region Stuttgart, welche Ausbildungen es im Handwerk gibt.

In den vergangenen Jahren fand die Hands Up immer im Stuttgarter Rathaus statt, wo sich die Firmen an Ständen präsentierten und mit den Schülerinnen und Schülern – und deren Eltern – ins Gespräch kamen und dabei Rede und Antwort standen. Tausende junge Menschen haben diese Möglichkeit der Information jedes Jahr wahrgenommen.

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Wegen der Corona-Pandemie kann die Ausbildungsmesse nicht vor Ort stattfinden. „Darum haben wir uns früh entschlossen, unsere Ausbildungsmesse ins Internet zu verlegen. Schaut rein“, sagt der Kreishandwerksmeister Alexander Kotz.

 „Unsere Messe ist jetzt vier Wochen lang und 24 Stunden am Tag erreichbar.“

Es ist ihm wichtig, dass sich die Betriebe und zukünftigen Azubis dennoch kennenlernen und ins Gespräch kommen. Man muss auch die Chancen erkennen, die sich in dieser schwierigen Situation bieten. Das digitale Messeformat hat auch Vorteile, so Kotz. „Unsere Messe ist jetzt vier Wochen lang und 24 Stunden am Tag erreichbar.“

Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Stuttgart, Frank Nopper, schaltete er die Internetseite von Hands Up frei. „Das Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan“, sagt Frank Nopper. „Es ist die regionale Wirtschaftskraft und sucht qualifizierte Mitarbeiter und Nachwuchskräfte.“ Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, haben alles richtig gemacht.

„Das Handwerk bietet große Chancen und sucht junge Leute, die leistungsorientiert und verantwortungsbewusst sind. Eine Ausbildung im Handwerk ist ein sicheres Fundament für das zukünftige Berufsleben.“

Die Hands Up Stuttgart in Kürze

Die Ausbildungsmesse Hands Up Stuttgart findet bis zum 18. April online im Internet unter http://www.hands-up.online statt.

Über 60 Betriebe, Innungen und gewerbliche Schulen präsentieren sich. Darunter auch die Stadt Stuttgart, die Maler- und Lackierer-Innung, die Handwerkskammer, die Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung, die Württembergischen Staatstheater und das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum. Verschiedenste Ausbildungen werden online vorgestellt. Zum Beispiel die des Anlagenmechaniker, Elektroniker, Tischler, Zimmerer, Bäcker und Hörakustiker.

Ebenso Berufe wie Kaufleute für Büromanagement, Beton- und Stahlbauer, Steinmetz, Glaser, Augenoptiker, Stuckateur, Fliesen- und Plattenleger. Aber auch Raumausstatter, Informationstechniker, Orthopädietechnik-Mechaniker, Klempner, Gebäudereiniger, Feinwerkmechaniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Metallbauer, Bauzeichner, Textil- und Modenäher. Außerdem erfährt man mehr über den Beruf Technischer Produkt­designer, Fahrzeuglackierer, Technischer Systemplaner oder Fachlagerist.