Am Mittwoch ist das Magazin Meine Stadt 2020 im Stuttgarter Wochenblatt erschienen. Die Sonderveröffentlichung blickt schon ins kommenden Jahr. Denn 2020 wird spannend. Kulturell ist so einiges geboten, neue Messen und Sportlerträume für Olympia. Lesen Sie heute: Die Großen Landesausstellungen. Von Marisa Sass-Baitis

Meine Stadt 2020

Foto: Marisa Sass-Baitis

Was ist Mode? Wer entscheidet, was in oder out ist? Fragen wie diese greift das Landesmuseum Württemberg in der Großen Landesausstellung „Fashion?! Was Mode zu Mode macht“ auf. „Mit unserer Kleidung zeigen wir, wer wir sind. Zugleich versinnbildlicht sie politische, gesellschaftliche und soziale Veränderungen. Die Ausstellung spürt den vielschichtigen Facetten nach, die das Phänomen Mode beeinflussen“, fasst Kuratorin Maaike van Rijn zusammen.

Im Fokus stehen Strategien der Modekommunikation, der Einfluss von Social Media, die Bedeutung von Mode im Spiegel der Zeit. „Dior-Modelle symbolisieren beispielsweise die Sehnsucht nach schöner, weiblicher Kleidung. Sie stehen quasi für die Metamorphose von der Trümmerfrau zur Madame.“

Umbau des Museumsfoyers

Bis sich am 24. Oktober 2020 die Türen öffnen, bleibt noch viel zu tun: derzeit steht die Planung von Raumaufteilung und Objektpräsentation auf der to-do-Liste, bevor es im Frühjahr an die Ausführung geht.

Ebenfalls unter Hochdruck läuft der Umbau des Museumsfoyers, wo gerade der Einbau der Fußbodenheizung beginnt. Nach der Sanierung soll die Dürnitz als Kulturlobby fungieren: Museumsbesucher erwarten neben Serviceeinrichtungen wie dem Infocounter ein Café und ein Loungebereich mit offenem WLAN; für Veranstaltungen mit bis zu 600 Personen steht eine integrierte Bühne mit moderner Audio- und Lichttechnik zur Verfügung.

Die Welt der Azteken

Währenddessen lässt das Lindenmuseum noch bis zum 3. Mai 2020 die Welt der Azteken wiederauferstehen. „Hauptanlass für die Ausstellung waren zwei Federschilde und eine einzigartige Grünsteinfigur in der Sammlung des Landesmuseums Württemberg, die noch nie im Kontext der aztekischen Kultur zu sehen waren“, sagt Kuratorin Doris Kurella.

Basierend auf der Theorie, dass es sich bei dem Großreich um ein Tributimperium handelte, vollzieht der Besucher beim Gang durch die Ausstellung quasi den Weg der Abgaben nach: von der Peripherie in die Hauptstadt Tenochtitlan und weiter in den Templo Mayor im sakralen Bezirk. Einen so spannenden wie anschaulichen Eindruck der aztekischen Zivilisation vermitteln rund 230 Exponate aus Mexiko und Europa, darunter Keramiken, Stein- und Goldschmiedearbeiten, Schädelmasken und Götterfiguren wie der in Menschenhaut gekleidete Xipe Totec.

Weitere Infos gibt es hier: https://www.lindenmuseum.de/sehen/ausstellungen/azteken/

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