Restaurantbesuche sind ein Luxus, den sich ein Großteil der Deutschen regelmäßig gönnt: Da kommt das Magazin Kulinarische Weltreise der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten genau richtig. Darin werden Restaurants aus der Region ebenso vorgestellt wie aktuelle Food-Trends, Fototricks für Foodies, Getränkealternativen wie Fruchtsäfte und mehr. Lesen Sie heute:  Diese Trends sehen die Foodforscher für 2020. Von Corinna Wießler

Unsere Kulinarische Weltreise-Autorin weiß: In den vergangenen Jahren haben sich die Ess- und Ernährungsgewohnheiten stark verändert. Beim Kochen am eigenen Herd oder im Restaurant spielen Nachhaltigkeit, bewusstes Essen sowie Kreativität bei der Zubereitung eine immer größere Rolle. Das Ernährungsverhalten wird zunehmend Ausdruck des persönlichen Lebensstils. Wohin geht die kulinarische Reise in Zukunft? Folgende Antworten geben die „Food-Report 2020“-Macher des Zukunftsinstituts Frankfurt darauf.

Snackification: Die Deutschen haben es satt. Satt, sich im stressigen Alltag mit klassischen Drei-Gänge-Menüs vollzustopfen. Satt, aus ihrer Ernährung wenig Energie ziehen zu können, wie es bei Ungesundem oft der Fall ist. Man vermutet, dass 2020 Snacks – im Sinne von kleinen Mahlzeiten, nicht Süßigkeiten oder Knabbereien – die traditionelle dreiteilige Speisenfolge von Vorspeise, Hauptgang und Dessert ersetzen. Im neuen Jahr werden deshalb gesunde und nahrhafte Snacks wie Tacos, Wraps, Sushi oder Suppen, die sich easy in den Alltag integrieren lassen, boomen.

Bordstein-Küche: Und schon sind wir beim Streetfood – unterwegs erhältlich und im Gehen zu essen. Streetfood ist nicht zu verwechseln mit dem Essen der großen Fast-Food-Ketten, denn Streetfood ist einzigartig und oft typisch für die Region. Es wird an Ständen (Carts) oder Wagen (Trucks) verkauft, die von Kleinunternehmern betrieben werden. Mittlerweile entstehen in immer mehr Städten sogenannte Food-Truck-Märkte. Dabei geht es um echten kulinarischen Genuss wie Pulled Pork Burger oder veganer Burrito. Was wirklich frisch aus der Pfanne kommt und auch noch preiswert ist.

Mehl, das aus Obst und Gemüse gewonnen wird

Westafrikanische Küche: Sie soll DIE neue IT-Küche des Jahres 2020 werden. Das sollte allen, die sich gesund ernähren, gerade recht kommen: Denn ihre Zutatenliste besteht zu einem großen Teil aus leckeren und gesunden Superfoods: von Hirse über Tamarinde bis hin zu Ingwer und Lemongrass.

Alternatives Mehl: Kokosnuss- und Mandelmehl sind sooo 2019. Im Jahr 2020 wird gebacken mit Mehl, das aus Obst und Gemüse gewonnen wird – etwa Bananen- oder Blumenkohlmehl. Dabei sollen die neuen Sorten nicht nur pur im Regal erhältlich sein, sondern auch bereits verarbeitet in Donuts oder Chips.

Eating Art: Künstler und Designer greifen zu Essen, um auf Missstände hinzuweisen und Kritik zu üben. Diese Künstlerköche beschäftigen sich in Workshops, Installationen, Ausstellungen und Event-Dinners mit Aspekten des Lebensmittelkreislaufs und thematisieren alles rund um Konsum- und Globalisierungskritik. Die Kombination Essen und Design geht dabei über das reine Food-Styling hinaus und hat seine Vorläufer bereits im 20. Jahrhundert, als Künstler wie Dalí mit Nahrungsmitteln als Kunst experimentierten.

Kulinarische Weltreise: Auch die Food-Branche wird nachhaltiger

Urban Food: Lebensmittel, die von Stadtbauern in geschlossenen Anlagen, vertikalen Farmen, gepachteten Beeten und öffentlichen Grünflächen bewirtschaftet werden, liegen im Trend. Städte verzeichnen eine Rückkehr zur Natur und werden zum Mittelpunkt landwirtschaftlicher Entwicklung: Urban Food steht für eine veränderte Produktion von Lebensmitteln, die Antworten für die Ballungsräume liefert und dennoch nachhaltig und umweltfreundlich ist.

Beyond Plastic: In der „Plastikzeit“, in der wir leben, werden so viele Verpackungen verwendet wie noch nie, und es landen sogar Plastikpartikel in unserem Essen. Dass das nicht so bleiben kann, ist auch bei der Food-Branche 2020 angekommen, die Plastikmüll aktiv reduzieren will. Die Treiber dieser Revolution sind vor allem Start-ups, die mit essbaren Strohhalmen oder biologisch abbaubaren Kaffeekapseln den Markt aufmischen. Denn genau das wollen viele Käufer – und da greifen sie auch gern mal zur etwas teureren, aber dafür nach­haltigen Alternative.

Fleisch-Pflanzen-Mix: Weil pflanzliche Proteine immer mehr an Beliebtheit gewinnen und viele Menschen ihren Fleischkonsum außerdem reduzieren, testen amerikanische Fleischhersteller etwas Neues: Sie wollen herausfinden, wie Burger-Patties ankommen, die nicht zu 100 Prozent aus Fleisch, sondern aus einem Fleisch-Pilz-Mix bestehen. Oder kombiniert werden mit Meeresqualle.

Weitere Informationen gibt es unter https://onlineshop.zukunftsinstitut.de/shop/food-report-2020/?gclid=EAIaIQobChMIoav-0ue55gIVyuR3Ch0MIQwjEAAYASABEgJO1vD_BwE

Mehr zum Thema und zu unseren Produkten

Kulinarische Weltreise: So gelingt der Restaurantbesuch mit Kindern

Produkte

Noch nicht in Weihnachtsstimmung? Hier geht’s zu unserem Backmagazin: Zucker & Mehl 2019: Jetzt am Kiosk

Kulinarische Weltreise