Kriminalistischer Instinkt und literarisches Gespür: Die Stuttgarter Kriminächte stellen vom 6. bis zum 18. März 2020 zum elften Mal Mordgeschichten an ungewöhnlichen Orten in Stuttgart vor. Von Eva Herschmann

Im Jahr 2020 geht Stuttgart wieder mit kriminalistischem Instinkt und literarischem Gespür auf Verbrecherjagd. Lesungen, Musik, Theater, Filme: Die 11. Stuttgarter Kriminächte vom 13. bis 29. März werden wieder mörderisch spannend.

Stephan Raab, einer der Geschäftsführer des Vereins Stuttgarter Kriminächte, verspricht ein ganz spezielles Programm: „Mit weniger großen Namen, aber vielen richtig guten Newcomern und neuen originellen Orten.“ Einer der Debütanten ist der schwedische Autor Pascal Engman, dessen Erstling „Der Patriot“ an die Spitze der Bestsellerlisten in seiner krimiaffinen Heimat schoss.

„Das Besondere bei uns ist, und dafür sind wir auch bei den Kritikern bekannt, dass wir uns trauen, die Newcomer zu featuren, und dass unser Publikum da mit uns mitgeht“, erklärt Stephan Raab, der mit Eva Hosemann und Bine Schulz die Geschäfte des Vereins führt.

10 Jahre Stuttgarter Kriminächte

Der Verein, der 2007 gegründet wurde, hat rund 180 Mitglieder. 2009 fanden die ersten Kriminächte statt, mit Veranstaltungen etwa im Theater Rampe oder in den Kulissen der „Soko Stuttgart“ im Römerkastell, mit Wolfgang Schorlau als Moderator der ersten Preisverleihung und Heinrich Steinfest als den ersten Preisträger in der Kategorie bester deutschsprachiger Kriminalroman.

Alljährlich locken die Veranstaltungen rund 3000 Besucher an. „Das ist alles nur möglich, weil so viele mithelfen und wir viele Kooperationspartner haben“, sagt Stephan Raab. Zum dritten Mal werden 2020 bei den Stuttgarter Kriminächten vier Preise vergeben. Zu denen für den besten deutschsprachigen Kriminalroman, Wirtschaftskriminalroman und Debütkriminalroman wird seit 2018 ein Preis für den besten gesellschaftspolitischen Kriminalroman verliehen.

Eine vielköpfige Jury wühlt sich davor monatelang auf der Suche nach würdigen Preisträgern durch Bücherberge voller Mord und Totschlag.

Eröffnet wird das Event mit Stephen Kings „Misery“

Die besonderen Tatorte, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind, sind das Markenzeichen der Stuttgarter Kriminächte. Lesungen und Gespräche mit
nationalen und internationalen Autoren finden im Kriegsbergtunnel, Hotel Silber oder im Pathologie-Hörsaal des Klinikums Stuttgart statt. Das Krematorium auf dem Pragfriedhof gehört für Stammgäste beim Krimi-Marathon als fester Bestandteil der Folklore längst dazu.

Der Ausflug in die Welt der Toten steht auch 2020 im Programm, sagt Stephan Raab. Am Samstag, 14. März, wird Andreas Pflüger dort aus seinem Roman „Geblendet“ lesen. Neue Spielstätten passend zu den Kriminalgeschichten gibt es auch. „Wir sind im Zentrum für asiatische Bewegungskunst im Stuttgarter Süden, lesen in einer privaten Jugendstilvilla in der Stafflenbergstraße, auf der Solitude-Kapelle oder in einem Kochstudio“, zählt Stephan Raab auf.

Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe der erfundenen Verbrechen fast schon traditionell mit Theater. Diesmal mit einer Bühnenversion von Stephen Kings „Misery“ in der Inszenierung von Eva Hosemann. Tickets hierfür können über das Alte Schauspielhaus erworben werden.

Mehr zum Event und das Programm unter https://stuttgarter-kriminaechte.de/

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