Geschichtsträchtige Orte, Großstadtoasen, Geselligkeit und Gesellschaftsprojekte: All das bietet der Stuttgarter Westen – Von Hinguckern, grünen Oasen und Hotspots. Von Tatjana Eberhardt

Stuttgarter Westen

Foto: Eberhardt

Im Stuttgarter Westen zieht es seine Bewohnerinnen und Bewohner gerade im Sommer raus aus den eigenen vier Wänden. Genau hingucken lohnt sich im Stadtbezirk immer: Es sind Hotspots wie der Bismarck- oder Hölderlinplatz sowie die Großstadtoase Feuersee, die die Menschen aus dem Bezirk und von überall her aus der City oder sogar von noch weiter weg, anziehen – sei es durch die Grünflächen , wegen des gastronomischen Angebots oder einfach, weil es „hip“ ist, hier „abzuhängen“.

Die Infrastruktur des Stadtgebiets ist sehr gut ausgestattet in Bezug auf gute Verkehranbindung (abgesehen von der oftmals bemängelten schwierigen Parkplatzsituation), Krankenhäuser, Sport- und Freizeitanlagen, Vereinsvielfalt, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und mehr.
Versetzt in eine andere Zeit: Viele Häuser stammen aus der Gründerzeit und fallen auf, da sie so unterschiedlich sind.

Die Verzierungen der im Jugendstil erbauten Fassaden weisen allerlei Motive auf: von engelsgleichen Gesichtern, Blumen oder Tieren. Mal sind es aber auch Verse sowie die Initialen oder Namen der Erbauer, die die Fassaden zieren. Teils sind die Gebäude denkmalgeschützt. Die andere Seite des am dichtesten besiedelten Bezirks: Natur pur und tolle Aussichtspunkte.

Stuttgarter Westen: Natur pur und schöne Aussichtspunkte

An der Hasenbergsteige oder auf der Zeppelinplattform kann man sich einen schönen Überblick über den Kessel verschaffen. Der Birkenkopf gehört zur Gemarkung Stuttgart-West und ist einer der geschichtsträchtigsten Orte in Stuttgart.

Grün, grüner, Stadtteil Wildpark: Den Gegensatz zum dicht bebautesten Stadtgebiet der Landeshauptstadt mit besonderen Häusern bietet das große Naturschutzgebiet Rotwildpark. Anziehungspunkte dort sind das Bärenschlössle und die drei Wildparkseen. Highlight sind die Tiere: Im Rotwildgehege sind Hirsche zu bestaunen, am Saufang am Schwarzwildpark können Ferkel und Wildschweine beobachtet werden. Die Gegend um das Schloss Solitude ist ebenfalls ein Naherholungsort, der gut geeignet ist, dem Alltag zu entfliehen.

Neuigkeiten aus Stuttgart-West: Das sogenannte „Mobile Grüne Zimmer“ – eine kompakte Pflanzeninsel – lädt zum Verweilen am Bismarckplatz ein und informiert über die aktuellen Förderprogramme „Urbanes Grün“.

Kompakte Pflanzeninsel zeigt, wie Fassaden und Dächer genutzt werden können

Der durch den Verkehrsversuch abgesperrte Bereich der Bismarckstraße macht es möglich: In den kommenden Wochen zeigt das Mobile Grüne Zimmer beispielhaft, wie eine Begrünung die Artenvielfalt fördern, die Umgebung positiv  verändern und einen angenehmen Wohlfühlort selbst auf engstem Raum schaffen kann. Das Grüne Zimmer zeigt anschaulich, wie Fassaden und Dächer so genutzt  werden können, dass Flächen mit Aufenthaltsqualität entstehen,  die zugleich das Stadtklima verbessern, an heißen Tagen Schatten spenden und einen Beitrag für die Artenvielfalt leisten.

Für Menschen, die auf Grund dieser Erfahrung den Wunsch haben, die Vorteile im eigenen häuslichen Umfeld zu genießen und eine Fassade oder ein Dach zu begrünen, eine asphaltierte Fläche zu entsiegeln oder einen Sitzplatz inmitten von blühenden Stauden und Gehölzen anzulegen, erläutern zwei Infotafeln an der grünen Oase die beiden städtischen Förderprogramme für mehr Grün.

Mehr Informationen und Beratung zu den Förderprogrammen „Urbanes Grün“ sind beim Amt für Stadtplanung und Wohnen, E‐Mail urbanes.gruen@stuttgart.de und urbane.gaerten@stuttgart.de, erhältlich.

Stuttgarter Westen: Schulen sollen barrierefreier gestaltet werden

Die Schloss‐Realschule sowie die Falkertschule in Stuttgart-West sollen hingegen barrierefreier gestaltet werden. Daher wird als zweiter Bauabschnitt im Projekt „Turnhalle Falkertschule“ ein gemeinsamer Aufzug eingebaut.

Der Grund: Die Falkertschule liegt etwa sechs Meter höher als die baulich verbundene Schloss‐Realschule auf einem mit einer Stützmauer abgefangenen Hang. Außerdem werden im Rahmen des Schulsanierungsprogramms die Toilettenanlagen saniert. Insgesamt besuchen 630 Schülerinnen und Schüler die beiden Schulen an diesem Standort.

Mehr zum Stuttgarter Westen lesen Sie hier https://www.stuttgart.de/west